Aktuelles

11.03.2017

Pressemitteilung

 

Fukushima mahnt:

Mit Hochrisikotechnik muss endlich Schluss sein!
Am 11. März 2017 jährt sich der dreifache Super-GAU in Fukushima zum sechsten Mal. Das japanische Atomkraftwerk in Fukushima Daiichi explodierte in Folge eines Tsunamis und mehr als 1.200 Menschen starben bisher an den Folgen.
Die Katastrophe wirkt bis heute fort: 120.000 ehemalige Bewohner der Region Fukushima können wegen der Strahlung nicht mehr in ihre Heimat zurück. Zudem versickern weiterhin radioaktive Abwässer nahezu unkontrolliert ins Grundwasser und verseuchen auch den Pazifik, mit nicht kalkulierbaren Folgen für Umwelt und Mensch. Selbst in einem Hochtechnologieland wie Japan konnte ein nuklearer Unfall nicht vermieden werden.

Für uns ist daher klar: Atomkraft ist eine Hochrisikotechnik und nicht beherrschbar. 

Die alten Siedewasserreaktoren des AKW Gundremmingen sind baugleich zu den Reaktoren in Fukushima; so lange sie laufen, droht der Bevölkerung in der Umgebung eine ähnliche Katastrophe, wie den Menschen in der Region Fukushima. Gerade hat ein Gutachten renommierter Experten festgestellt, dass die Notkühlsysteme am AKW Gundremmingen nicht den Vorschriften der deutschen Atomaufsicht entsprechen. Das Not- und Nachkühlsystem des AKW Gundremmingen ist nicht erdbebensicher, im Erdbebenfall wäre eine Kernschmelze nicht auszuschließen.
Ende 2017 soll Block B des AKW Gundremmingen vom Netz gehen.
Wir fordern, dass gleichzeitig auch Block C abgeschaltet wird!

Zur Versorgungssicherheit werden beide Reaktoren nicht mehr benötigt, sie müssen zwingend aus Sicherheitsgründen vom Netz!

Bezirksvorstand
Stephanie Schuhknecht, Maximilian Deisenhofer, Christian Vavra

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