Wir gratulieren Daniel Schaefer herzlich zu seinem überzeugenden Wahlsieg in Elchingen. Dieses grandiose Ergebnis zeigt eindrucksvoll, dass Vertrauen, Glaubwürdigkeit und eine klare Haltung vor Ort entscheidend sind. Besonders bemerkenswert ist, dass sich Daniel Schaefer als unser Kandidat gegen eine Kandidatin durchsetzen konnte, die von gleich vier Parteien und Wählergemeinschaften unterstützt wurde. Das ist ein starkes Signal der Bürgerinnen und Bürger.
Bezirkssprecher Constantin Jahn: „Die Stichwahlen insgesamt zeigen: Die Grünen sind wieder da und gewinnen auch in kommunalen Spitzenämtern zunehmend an Mehrheitsfähigkeit. Immer mehr Menschen setzen auf grüne Politik – gerade dort, wo es konkret wird.“
Neue Bürgermeister, neue Bündnisse – mit den Grünen ist zu rechnen
Mit dem Stichwahlergebnis reiht sich Daniel Schaefer als weiterer von den Grünen nominierter und neu gewählter Bürgermeister ein zu den zuvor schon direkt gewählten Daniel Pflügl (Bad Wörishofen) und Dr. Raphael Gerhardt (Leipheim), die ebenfalls als parteilose Kandidaten (unter anderem) von den Grünen aufgestellt wurden, sowie zu den grünen Bürgermeister*innen Evi Gerngroß-Keller (Trunkelsberg) und Mathias Endres (Röfingen).
Bayernweit konnten wir Grüne mit einem Rekordergebnis bei den Stichwahlen auch auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte mit unseren Kandidierenden gewinnen, insbesondere das Oberbürgermeisteramt in der Landeshauptstadt München (Dominik Krause) und das Landratsamt Landsberg (Daniela Groß). Somit sind die Kommunalwahlen insgesamt – trotz deutlicher Verluste im Vergleich zu 2020 – ein klares Zeichen, dass grüne Politik weiterhin stark in Bayern verankert ist und auch mehrheitsfähig sein kann.
Spannend wird sein, wo die Freien Wähler neue Bündnisse suchen, die besonders in Schwaben und im Allgäu in vielen Stichwahlen erfolgreich waren. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und stehen für konstruktiven Austausch bereit“, so Bezirkssprecherin Lena Eichner. Ihr Heimatlandkreis Aichach-Friedberg ist einer von gleich drei Landkreisen, in denen in der Landrats-Stichwahl Kandidierende der Freien Wähler das Amt aus CSU-Hand übernehmen konnten. Zudem verlor die CSU das Oberbürgermeisteramt der Stadt Kempten und konnte auch im Oberallgäu das Landratsamt nicht wieder zurückholen, das vor sechs Jahren bereits überraschden an die FW ging.
Söder-CSU verliert Führungsanspruch in Bayern
Diese Ergebnisse sind auch ein klares Signal an die CSU, deren Führungsanspruch fast flächendeckend aufgerüttelt wurde. Die kommunalen Kandidierenden der CSU konnten weder auf einen Amtsbonus setzen, noch darauf, dass traditionell diese Partei ins Spitzenamt gewählt wird.
Lena Eichner dazu: „Wo man früher vielleicht dachte, Bayern und die CSU wäre wie Weißwurst und süßer Senf, hat der Wahltag gezeigt, dass es nicht so selbstvertsändlich ist und die Söder-Partei in der Spitze wohl zu viel auf Food Content gesetzt hat als auf das, was die Menschen in Bayern wirklich von der Politik erwarten. Da muss inhaltlich wieder mehr passieren bei den Christsozialen.“
Constantin Jahn ergänzt: „Irritierend war nach der Wahl auch, wie Markus Söder politische Verantwortung einseitig verschiebt. Seinen Kandidierenden die Schuld zu geben, wenn sie Wahlen nicht gewinnen, greift zu kurz. Kommunalpolitik lebt von den Menschen vor Ort und nicht von Zuschreibungen aus der Ferne. Nachdenken sollte Markus Söder besser über folgendes: Seine Anti-Grünen-Politik ist ebenso gescheitert wie seine Ankündigung, die AFD wieder klein zu machen.“