Geht es um das richtige Vorgehen in der Bekämpfung von Corona, setzen die Grünen auf einen bundesweit verbindlichen Stufenplan, der längerfristig zeigt, wie das Leben mit dem Coronavirus aussehen kann. Dazu fordern die bayerischen Grünen die Staatsregierung dringend auf, endlich mehr auf Verlässlichkeit, Einheitlichkeit und Transparenz zu setzen. Die Grünen schlagen hierfür fünf verschiedene Risikostufen vor. Abhängig vom Inzidenzwert werden Landkreise einer Stufe zugeordnet. Je Stufe sollen einheitliche Maßnahmen greifen, anstatt alle Regionen mit ihrem konkreten Ausbruchsgeschehen gleich zu behandeln. Im Vergleich zur jetzigen Situation beinhaltet der Grüne Plan z.B. frühere Eingriffsstufen oder verlangt teils auch konsequentere Maßnahmen, macht aber gleichzeitig durch seine stärkere Differenzierung wiederum mehr Kultur, Begegnung, Gastronomie und Handel möglich. Dort, wo aufgrund der Maßnahmen Schließungen unumgänglich sind, müssten dem Wunsch der Grünen zufolge sofort Hilfen bereitgestellt werden. Wenn Schulen oder Kitas geschlossen würden, solle eine Betreuungsgarantie ohne Begründung greifen. Zudem dürfe kein Mensch im Pflegeheim, im Krankenhaus oder zu Hause völlig ohne Besuch und Kontakt auskommen müssen. „Wichtig ist, dass wir Politiker*innen in der Pandemie zwingend medizinische und gesundheitswissenschaftliche Faktoren sowie wirtschaftliche und soziale Folgen berücksichtigen“, betont die nordschwäbische Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer. „Dafür braucht es einen interdisziplinär besetzten Pandemierat, der auch Empfehlungen ausspricht und die Kriterien vorschlägt, die für ein umfassendes Lagebild geeignet sind.“
Mit Weitblick aus der Krise
